When times turn red

 

ROCK HARD Nr.223

„Mit „When Times Turn Red“ haben sich PERZONAL WAR endlich freigeschwommen. Keine Spur mehr von übermäßigen Metallica-Zitaten vor allem, weil Matthias Zimmer, Gitarrist und Sänger des Siegburger Quartetts, so eigenständig wie nie zuvor singt und inzwischen auch in den härteren Songs immer mehr geile Hooklines einpflanzt. Wüstes Thrash-Gebolze wie der Titeltrack, „In Flames“ oder das abschlieflende „Inferno“ treffen auf tonnenschwere Abrissbirnen der Marke „5 More Days“ oder wechseln sich mit eher simplen Stampfern wie „The Unbeliever“ oder „Frozen Image“ ab. Hier klingen PERZONAL WAR dann eher nach Lefay oder sogar Paradise Lost. Eigentlich ein recht harscher Kontrast, aber gerade dieses Spannungsfeld macht inzwischen den Reiz der Band aus. Trotzdem wirkt das Album wie aus einem Guss und keineswegs konstruiert oder bemüht. Mit „When Times Turn Red“ werfen uns PERZONAL WAR einen richtig fetten Brocken hin. Dieser Dezember dürfte verdammt rot werden!“
Mike Borrink (8 von 10 Punkten/ Soundcheck: Platz 8)

 

METAL HAMMER 12/2005

„Mit „Faces “ haben sich die Siebgurger PERZONAL WAR im vergangenen Jahr nicht nur für höheres empfohlen, sondern auch grötenteils die ständigen Metallica-Vergleiche abgelegt. Dabei ist es in ihrem Fall weder unverständlich noch eine Schande, in die Nähe der größten Metal-Band des Planeten gerückt zu werden. Sänger Mathias Zimmer klingt ab und zu immer noch entfernt nach Hetfield, aber auf der neuen Platte feilt das Quartett weiter an seinem eigenen Stil. Das bedeutet: klischeefreier Metal mit dicker Gitarrenwand, der von stampfenden Mid-Tempo-Moshern („The unbeliver“) zu schnellem Geboller (der Titelsong) wechselt uns viele griffige Momente aufweist. Der gegröhlte Refrain zu „5 More Days“ etwa fällt sofort positiv auf. Weil die Riffs dabei nich ganz klassisch und 80er-lastig ausfallen, sondern mehr auf Druck als auf Thrash-Wurzeln setzen, wirken die 10 Songs frisch und modern. „When Times Turn Red“ wird dominiert und definiert durch die tiefer gestimmten Gitarren, die an Nevermore erinnern. dieser Vergleich drängt sich auch auf, wenn einige Gesangslinien sich melodisch-klagend über zwar nicht hektische, aber doch durchdachte Riff-Strukturen winden. PERZONAL WAR schwimmen sich weiter frei. Auf der neuen Patte finden sie ihren Weg zwischen Thrash-Wurzeln und genereller Heaviness und können einige Ohrwürmer abliefern. Deshalb: Hörner hoch!!!“
Christof Leim (6 von 7 Punkten/ Soundcheck: Platz 3)

 

METAL HEART 12/2005

„Die vierte Scheibe der Deutschen zeigt die Band gereift und stilsicher. Hetfield’sche Einflüsse im Riffing lassen sich zwar nach wie vor ausmachen, aber es gibt zweifellos schlechtere Vergleiche als diesen. So ist When Time Turn Red trotz vertrackter Taktspielereien und proggressiv-thrashig anmutender Rythmusarbeit eine recht kompakte und eingängige Platte. Die Melodien sind es, die alles zusammenhalten und den Hörer in ihren Bann ziehen. Sänger Matthias „Metti“ Zimmer hat im laufe der Zeit eine wirklich eigenständige Stimme entwickelt und ist somit eine nicht zu unterschätzende Konstante im Erfolgsrezept von Perzonal War. Ein weiterer Vorteil ist die Gabe der Truppe, in Sekunden von honigsüß auf knüppelhart, von chaotischem Highspeed auf entspanntes Midtempo umschalten zu können. Über die musikalischen Qualit‰ten des charmanten Quartetts brauchen wir an dieser Stelle nicht mehr zu sprechen, oder doch? Na gut, Sascha Kerschgens spielt auf When Times Turn Red einige der besten Soli der Bandgeschichte..!
Perzonal War haben sich hier wie bei den anderen Tracks merklich auf ihren Arsch gesetzt und ein ungemein kompaktes Stück Musik erschaffen. Kurz: ein Album, das die besten Eigenschaften der Kapelle kombiniert, wie aus einem Guss wirkt und dazu noch eigenständiger als zuvor klingt.
Georg Schillay (7,5 Punkte)

 

EMP Magazin

„Perzonal War stehen nach wie vor für überragenden Thrash Metal, der neben den gewohnten, satten Riffs auch ausgefeilte Melodiebögen zu bieten hat. Gerade bei den Chorusparts merkt man deutlich, mit wieviel Liebe ins Detail die Siegburger an ihren Songs gewerkelt haben. Hier passt auf die Note alles ganz genau – die Songs wirken perfekt ausbalanciert. Neu im Klangkosmos des Quartetts ist ein vermehrter Hang in Richtung Power Metal. Von kommerzieller Anbiederung aber keine Spur, die neuen Elemente harmonieren hervorragend mit den gewohnten Riffattacken und lockern das Album superb auf. Perzonal War ist mit „When times turn red“ ein zeitgemäßes Thrash Album gelungen, mit welchem sich die Band in der Spitzenklasse etabliert hat.“
Andreas Reissnauer

 

LEGACY 11/2005

„Einst als Deutschlands Antwort auf Metallica platziert, haben sich Perzonal War über die letzten zwei Alben kontinuierlich von diesen Vergleichen gelöst und einen sehr eigenen Stil entwickelt. Die Jungs haben mehr drauf als nur als weitere Power-/Thrash Kombo abgetan zu werden. „When Times Turn Red“ präsentiert eine erneut gereifte Band die den Spagat zwischen Power- und Thrash Metal souverän meistert und knackige Hymnen locker aus dem Ärmel schüttelt. Jenseits vom Einheitsbrei gehen Songs an den Start, die eine enorme Tiefenwirkung haben und neben erfrischender Härte auch immer megafette Melodieparts aufweisen. „For the last time“ ist solch Songmonster, das sich monatelang im musikgeschädigten Kleinhirn festsetzt. Schöne Doublebassnummer mit eingängigem Refrain- ungewöhnlich für dieses Genre! Mit „In flames“ legt man eine knackige Thrashgranate vor, die die blutige Seite der Band zeigt und dennoch im Langzeitgedächtnis hängen bleibt. Die Band begeht nicht den Fehler und wiederholt sich von Song zu Song, nein, die Jungs sind für jede Menge Überraschungen gut, was das Album sehr abwechslungsreich macht ohne dabei zerfahren zu wirken. Erstaunlich wie treffsicher Songs wie „5 more days“ oder „Hope dies last“ einschlagen! „When times turn red“ ist ein solide eingeschmiedetes Stück Metal mit enormem Potential von einer Band, die es endlich verdient hat aus dem Schatten der Großen zu treten um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Mit diesem Album hat man alle Voraussetzungen geschaffen in der erste Liga mitzuspielen! Definitiv eines der besten deutschen Metalalben dieses Jahr!“
Jürgen Tschamler (11,5 Punkte)

 

AARDSCHOK 12/2005
„Op het vorige album ‚Faces‘ (2004) vergeleek ik deze band uit Zuid-Duitsland met Rawhead Rexx en diverse bands uit de Californische Bay Area. Op het inmiddels vijfde album ‚When Times Turn Red‘ is dat ook weer overduidelijk het geval. Het openende titelnummer had samen met de supersnelle afsluiter „Inferno“ zo op de in 1985 Legacy-demo (de band die zijn naam later in Testament veranderde) kunnen staan. „For The Last Time“ heeft voornamelijk door de aparte samenzang een hoog Nevermore-gehalte en ook de gitaarpartijen van Metti Zimmer en Sascha Kerschgens mogen er zijn. Of de band ook iets van zichzelf heeft? Natuurlijk, de zware passages in nummers als „The Unbeliever“ en „New Age“, het meeslepende bijna nu metal-achtige „5 More Days“ dat live de nodige ‚meezingers‘ zal opleveren of het experimentelere „Hope Dies Last“. Samengevat: een goede metalplaat, waarmee de band ook buiten de eigen landsgrenzen aan de bak zou moeten kunnen.“
Metal Mike (Score: 82/100, 10xEremetaal Dec. 2005)